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Ausbildung

Was macht eine Pflegefachfrau/ ein Pflegefachmann?

Die abgeschlossene Ausbildung befähigt Sie dazu, die selbstständige, umfassende und prozessorientierte Pflege von Menschen aller Altersstufen zu übernehmen. Das umfasst sowohl die akuten, als auch die dauerhaften stationären sowie ambulanten Pflegesituationen. Erforderliche fachliche und personale Kompetenzen, die vorausgesetzt werden, erlernen Sie im Rahmen Ihrer Pflegeausbildung. In Ihrer Ausübung als Pflegefachfrau/ Pflegefachmann, werden Sie sozialpflegerische Maßnahmen entwickeln und durchführen, die zur Erhaltung, Förderung, Wiedererlangung oder Verbesserung der physischen und psychischen Situation der zu pflegenden Menschen führen. Neben der fachlich und technisch korrekten Durchführung von sozialpflegerischen Maßnahmen, steht vor allem der Beziehungsaspekt zum pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen. Die Beziehungsgestaltung und Kommunikation stellt einen großen Teil der Berufsrolle dar. Professionelles Pflegen bedeutet, das berufliche Handeln an den Bedürfnissen der Ihnen anvertrauten Menschen auszurichten. Während der Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann werden ein professionelles, ethisch fundiertes Pflegeverständnis und ein berufliches Selbstverständnis entwickelt und gestärkt.

Die Ausbildung soll insbesondere dazu befähigen

  1. Die folgende Angaben selbstständig auszuführen: (Pflegeberufegesetz- PflBG § 5)
    • Erhebung und Feststellung des individuellen Pflegebedarfs und Planung der Pflege
    • Organisation, Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses
    • Durchführung der Pflege und Dokumentation der angewendeten Maßnahmen
    • Analyse, Evaluation, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege
    • Bedarfserhebung und Durchführung präventiver und gesundheitsfördernder Maßnahmen
    • Beratung, Anleitung und Unterstützung von zu pflegenden Menschen bei der individuellen Auseinandersetzung mit Gesundheit und Krankheit sowie bei der Erhaltung und Stärkung der eigenständigen Lebensführung und Alltagskompetenz unter Einbeziehung ihrer sozialen Bezugspersonen
    • Erhaltung, Wiederherstellung und Förderung, Aktivierung und Stabilisierung individueller Fähigkeiten der zu pflegenden Menschen insbesondere im Rahmen von Rehabilitationskonzepten sowie die Pflege und Betreuung bei Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten
    • Einleitung lebenserhaltender Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen der Ärztin oder des Arztes und Durchführung von Maßnahmen in Krisen- und Katastrophensituationen
    • Anleitung, Beratung und Unterstützung von anderen Berufsgruppen und Ehrenamtlichen in den jeweiligen Pflegekontexten sowie Mitwirkung an der praktischen Ausbildung von Angehörigen von Gesundheitsberufen
  2. Ärztlich angeordnete Maßnahmen eigenständig durchzuführen, insbesondere Maßnahmen der medizinischen Diagnostik, Therapie oder Rehabilitation
  3. Interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen fachlich zu kommunizieren und effektiv zusammenzuarbeiten und dabei individuelle, multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen bei Krankheitsbefunden und Pflegebedürftigkeit zu entwickeln sowie teamorientiert umzusetzen